Die Art der Interventionen orientiert sich an diesen Menschen, bezieht sie ein, in die Entstehung, in den Vollzug. Jedes Projekt versucht immer aufs Neue Antworten auf die Frage zu finden, für wen die Kunst im öffentlichen Raum geschaffen wird, was künstlerische Eingriffe bewirken können, wie sie Kommunikation stiften, wie sie animierend sein können. Die Eingriffe spielen mit dem Erscheinungsbild der Alltäglichkeit.
Aber wesentlich ist, dass sie diesen alltäglichen Kontext neu konzipieren. Sie akzentuieren den Ort, fügen Unerwartetes hinzu, interpretieren, was dort geschieht, eröffnen Neues und erzählen etwas von den Geheimnissen und der Poesie dieses Ortes.

Ein weiterer gewichtiger Teil meiner Arbeiten ist dem Ritual gewidmet. Alt hergebrachte Vorgänge, wie Grundsteinlegung oder Richtfest, werden durch neue Formen und Abläufe mit neuer Bedeutung erfüllt oder es werden Rituale neu erfunden. Immer sind die Menschen Träger der Handlung, für sie entsteht dadurch Bedeutung, wichtige Erinnerung und entscheidende Identifikation.

Herr Prof. Beat Wyss, Zürich und Frau Prof. Susanne Hauser, Berlin haben sich mit den Arbeiten auseinandergesetzt und vermitteln auf subtile und klarsichtige Weise ihre Sichten auf die Projekte und auf die Frage nach dem für wen.

 
 
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