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HohensteinTisch

Ein Ritual für 5 Dörfer, die einen Namen tragen – Hohenstein 2003 – 2022

1 Holztisch (370/74/78 cm), 5x12 Holzstühle (40/40/48 cm), 5 Betonplattformen (546/250/20 cm),

ein Ritualhandbuch

Im Rahmen eines Pilotprojektes des Landes Baden-Württemberg Kunst-im-Dorf wurde das Kunstkonzept HohensteinTisch verifiziert. Dieses Konzept sieht vor, eine neue symbolische Mitte für fünf Dörfer zu schaffen.

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Hohenstein  gibt es nicht wirklich. Zumindest nicht als Ortschaft. Hohenstein ist der Name für den Zusammenschluss von fünf Dörfern auf der Schwäbischen Alb. Die 5 Orte haben gemeinsame Geschichte, gemeinsame frühere Herren, gemeinsame Spitznamen, ein gemeinsames Problemthema (das der unterschiedlichen Religionen in den verschiedenen Dörfern), sie haben 1891 eine gemeinsame Wasserversorgung bekommen und sind seit dem Jahr 1975 die Gemeinde Hohenstein.

Einen gemeinsamen Ort, der diese Geschichte symbolisiert gibt es nicht. Aber eine Gemeinschaft braucht eine gemeinsame Mitte, eine gemeinsames Symbol ihrer Zusammengehörigkeit, die sie auch nach außen als eins formuliert.

Als Symbol für die gemeinsame Mitte wurde ein Holztisch geschaffen. Und da es keinen zentralen Ort gibt, an dem dieser Tisch aufgestellt werden konnte, wird der Tisch als Symbol für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit wandern.

An zentralem Ort der jeweiligen Dörfer stehen auf einer Betonplattform 12 Holzstühle. Jedes Jahr im Juni findet seit dem Jahr 2003 das Hohensteiner TischFest statt. Im Rahmen dieses Festes wird mit einem besonderen Ritual der Tisch von einem Dorf zum anderen als Gastgeschenk gebracht und dort zwischen den 12 Stühlen aufgestellt. Vertreter aus der Bevölkerung haben das Fest-Ritual entwickelt. Tradition und neue Ideen sind in die Gestaltung eingeflossen. Sein besonderer Charakter liegt in der Einfachheit.

Bis jedes Dorf dem anderen den TISCH gebracht hat, werden 20 Jahre vergehen.